Unter Großbohrpfählen versteht man Pfähle von mittlerem (>300mm) bis großem Durchmesser (bis 3,0m), welche mit schwerem Bohrgerät (über 25t) erstellt werden. Diese Pfähle finden Anwendung zur Absicherung von Baugruben, Gründungsarbeiten / Baugrundverbesserung und Böschungssicherung bei konstanten, "weichen" geologischen Untergrundverhältnissen. In Berggebieten ist dieses Verfahren aufgrund der Vielfältigkeit der Böden nur bedingt einsetzbar.
Die Bewehrung dieser Pfähle besteht nicht wie bei den Mikropfählen aus einem durchgehenden Eisenrohr, sondern aus einem gebundenen "Eisenkorb".
Je nach Anforderung können diese Eisenkörbe unterschiedlich ausgestattet sein; z.Bsp. mit Injetionsventile für eine Mehrfachverpressung oder auch mit Wärmetauschrohren zur Nutzung der Erdwärme zum Heizen und Kühlen (Energiepfähle).